Dass sich ein Besuch der Hooksieler Renntage eigentlich immer lohnt, haben die beiden ersten Renntage an der Bäderstraße eindrucksvoll bewiesen. Neben kulinarischen Leckerbissen, spannendem Trabrennsport und der beliebten Wettgutscheinverlosung sorgten vor allem die außergewöhnlich lukrativen Wettquoten für Gesprächsstoff – sie sind inzwischen fast schon zum Markenzeichen des Hooksieler Rennvereins geworden.
Bereits beim Saisonauftakt vor gut zwei Wochen fielen insbesondere die Siegquoten außergewöhnlich hoch aus. Selbst für gut und leicht zu wettende Favoriten beziehungsweise Mitfavoriten wurden teilweise doppelt bis dreifach höhere Auszahlungen erzielt, als man sie von anderen Bahnen gewohnt ist. So brachte ein Sieg von Milton T mehr als das Fünffache des Einsatzes (54:10). Dabei war der Wallach nicht nur im Rennprogramm als Sieger vorausgesagt worden, sondern wurde vom Moderator auch noch als Vorjahressieger angekündigt. Let it be Petnic war der ausdrückliche Tipp von Vereinspräsident Immo Müller – und der sollte Recht behalten. Wer seinem Rat vertraute, durfte sich über 49 Euro Auszahlung bei lediglich zehn Euro Einsatz freuen. Und selbst für die erfolgreiche Shanty, die mit dem aktuell erfolgreichsten Fahrer der Saison, Jochen Holzschuh, antrat, wurden mit einer Quote von 38:10 noch fast vierfache Gewinne ausgezahlt.
Bei der zweiten Jahresveranstaltung, nur eine Woche später, ging es noch spektakulärer zu. Vor allem die Freunde der Königsdisziplinen – Zweier- und Dreierwette – kamen voll auf ihre Kosten und wurden teilweise fürstlich belohnt. Gleich im ersten Rennen des Tages, einem Trabreiten, setzte sich der haushohe Favorit DeAngelo For Children mit Ronja Walter erwartungsgemäß durch. Dahinter belegten Nitro Greenwood und Marco’s Wish die Plätze zwei und drei. Wer diese Reihenfolge exakt vorausgesagt hatte, erhielt für 1ß Euro Einsatz mehr als 1.000 Euro zurück.
Etwas einfacher zu treffen ist die Zweierwette, bei der lediglich Sieger und Zweitplatzierter in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt werden müssen. Quotentechnisch muss sie sich jedoch keineswegs hinter der Dreierwette verstecken. So wurden für den Einlauf Zaafar (Danny den Dubbelden) vor Nitro Greenwood im „Großen Preis der Volksbank Jade-Weser eG“ beachtliche 605:10 ausgezahlt, die passende Dreierwette brachte sogar 3.786:10. Und das alles in einem Starterfeld mit lediglich sieben Pferden.
Gut beraten ist man in Hooksiel ohnehin häufig, wenn man Jochen Holzschuh in seinen Wettschein „ganz vorne“ einbaut. Der gebürtige Schwabe begann seine berufliche Laufbahn einst als Schreiner, ehe er in den Trabrennsport wechselte. Nun schickt er sich an, den begehrten Titel „Fahrer des Jahres in Hooksiel“ nach Dülmen zu entführen. Nach seinen Erfolgen mit Shanty (2), Cracker Jack, Ito und Zapado S führt er die Fahrerwertung souverän an. Einzig Frank Westerveldt bleibt ihm mit seinen beiden Erfolgen hinter Let it be Petnic noch einigermaßen auf den Fersen.
Auch zum Saisonfinale am kommenden Mittwoch reist der C-Bahn-König wieder mit einer regelrechten Streitmacht nach Hooksiel und bringt nicht weniger als acht Starter an die Bäderstraße. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von seiner Ehefrau Julia Holzschuh, die mit Silly Somerville und IT Security selbst in den Sulky steigen wird.
Natürlich darf Holzschuh auch im sportlichen Höhepunkt des Tages, dem mit 2.100 Euro dotierten Hauptereignis – dem „Großen Preis der LzO“-, nicht fehlen. Dort vertraut er erneut auf die zweimalige Hooksiel-Siegerin Shanty. Die Stute präsentierte sich bei ihren bisherigen beiden Starts in bestechender Form und entschied beide Rennen bereits im Schlussbogen zu ihren Gunsten. Ein Selbstläufer dürfte die Aufgabe diesmal allerdings keineswegs werden, denn mehrere formstarke Konkurrenten haben sich angekündigt.
So wird sich die inzwischen zehnjährige Joan Collins mit Christa Louwersheimer kaum kampflos geschlagen geben. Die routinierte Stute überzeugte bereits in der Vorwoche auf ganzer Linie und kennt die Bahn am Nordseedeich sprichwörtlich aus dem Effeff. Auch Napoleon mit Thies Cordes zählt zu den ausgewiesenen Hooksiel-Spezialisten. Der Publikumsliebling reist traditionell mit einem treuen Fanclub an und konnte an der Bäderstraße bereits sechs Siege feiern.
Freunde einer Überraschung sollten Sky Dance mit Hans-Jürgen von Holdt im Blick behalten. Das Gespann sah vor Wochenfrist bereits wie der sichere Sieger aus, verlor den möglichen Erfolg jedoch durch einen unglücklichen Galoppsprung unmittelbar vor der Ziellinie. Ebenfalls keineswegs abzuschreiben ist Let it be Petnic mit Frank Westerveldt. Der Wallach gewann in dieser Saison bereits zwei seiner vier Starts und hinterließ auch bei seinen übrigen Platzierungen einen ausgezeichneten Eindruck.
Alles spricht somit für ein hochklassiges und völlig offenes Hauptereignis mit zahlreichen Sieganwärtern – und damit erneut für jene „saftigen“ Quoten, die die Hooksieler Renntage in diesem Sommer so besonders machen.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist das traditionelle Ponyrennen. Zehn Ponys und ihre jungen Reiterinnen und Reiter gehen dabei ohne Sulky auf die Strecke und kämpfen mit viel Ehrgeiz um die besten Platzierungen. Das Rennen wird außerhalb des Toto ausgetragen, sodass hierfür keine Wetten angeboten werden. Dennoch zählt es Jahr für Jahr zu den beliebtesten Programmpunkten, denn hier zeigt der Nachwuchs eindrucksvoll sein Können und sorgt regelmäßig für begeisterten Applaus der Zuschauer.
Insgesamt stehen am kommenden Mittwoch sieben Trabrennen sowie das Ponyrennen auf der Tageskarte. Der erste Start erfolgt um 18.00 Uhr. Die beliebten Wettgutscheinverlosungen finden nach dem zweiten und fünften Rennen statt.
